Digital Signage Preismodelle im Vergleich
Der Pro-Screen-Preis ist schnell genannt – doch dahinter stecken sehr unterschiedliche Modelle, die sich für ein KMU ganz verschieden auswirken. Dieser Ratgeber erklärt die gängigen Preismodelle für Digital-Signage-Software und zeigt, welches für Schweizer Betriebe am besten passt.
Das Pro-Screen-Modell
Das häufigste und für KMU transparenteste Modell: Sie zahlen pro angeschlossenem Bildschirm einen festen monatlichen Betrag. Bei screenify beginnt dieser bei CHF 9 pro Screen und Monat. Der grosse Vorteil ist die Planbarkeit – die Kosten skalieren linear: Ein Bildschirm kostet CHF 9, fünf Bildschirme CHF 45. Es gibt keine Mindestabnahme und keine bösen Überraschungen. Für die meisten KMU mit ein bis zehn Bildschirmen ist das die wirtschaftlichste und übersichtlichste Wahl.
Die Flatrate
Bei einer Flatrate zahlen Sie einen Pauschalpreis, der eine bestimmte Anzahl Bildschirme abdeckt. Das kann sich lohnen, wenn Sie sehr viele Geräte betreiben – ab einer gewissen Menge wird der Durchschnittspreis pro Bildschirm günstiger. Für kleine Installationen ist eine Flatrate dagegen oft zu teuer, weil Sie für Kapazität zahlen, die Sie nicht nutzen. Prüfen Sie genau, ab welcher Anzahl Bildschirme sich eine Flatrate gegenüber dem Pro-Screen-Modell rechnet.
Der Staffelpreis
Beim Staffelpreis sinkt der Preis pro Bildschirm, je mehr Geräte Sie betreiben. Das klingt attraktiv, hat aber einen Haken: Oft ist der Einstiegspreis für wenige Bildschirme hoch, und die günstigen Stufen erreichen Sie erst bei vielen Geräten. Für ein wachsendes Unternehmen mit Ausbau auf mehrere Standorte kann ein Staffelmodell sinnvoll sein – für den kleinen Einstieg ist es selten die beste Wahl.
Versteckte Kosten erkennen
Unabhängig vom Modell entscheidet das Kleingedruckte. Achten Sie auf:
- Setup- und Onboarding-Gebühren: Sie können einen niedrigen Grundpreis schnell relativieren.
- Mindestlaufzeiten: Lange Vertragsbindungen schränken Ihre Flexibilität ein.
- Kündbarkeit: Ein monatlich kündbares Abo schützt vor Vertragsfallen.
- Preissprünge beim Ausbau: Steigt der Preis linear oder gibt es teure Stufen?
Rechenbeispiel: drei Bildschirme über drei Jahre
Ein Zahlenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Ein KMU betreibt drei Bildschirme. Im Pro-Screen-Modell zahlt es 3 × CHF 9, also CHF 27 pro Monat – über drei Jahre rund CHF 972, vollständig planbar und jederzeit kündbar. Ein Flatpaket, das für bis zu zehn Bildschirme ausgelegt ist, kostet möglicherweise mehr, obwohl nur drei Geräte genutzt werden. Ein Staffelmodell wiederum entfaltet seine günstigen Stufen erst bei deutlich mehr Bildschirmen. Für diese Grössenordnung ist das Pro-Screen-Modell also klar im Vorteil – Sie zahlen genau für das, was Sie nutzen, und nicht für Kapazität auf Vorrat.
Warum Planbarkeit wichtiger ist als der niedrigste Preis
Ein scheinbar günstiges Modell mit hohen Einstiegshürden oder versteckten Gebühren kann am Ende teurer sein als ein transparentes Abo mit etwas höherem Grundpreis. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Kosten im Voraus kennen und sie mit dem Wachstum Ihres Betriebs mitwachsen, ohne unerwartete Sprünge. Ein lineares Pro-Screen-Modell liefert genau diese Planbarkeit: Jeder zusätzliche Bildschirm kostet denselben festen Betrag, und Sie behalten die Kontrolle über Ihr Budget. Bevor Sie sich festlegen, lohnt es sich, die Anzahl Bildschirme für die nächsten ein bis zwei Jahre realistisch abzuschätzen und die Modelle für genau diese Grössenordnung durchzurechnen – nicht für ein theoretisches Maximum, das Sie womöglich nie erreichen.
Fazit: Transparenz schlägt vermeintliche Rabatte
Das beste Preismodell ist das, dessen Kosten Sie jederzeit nachvollziehen können. Für die meisten Schweizer KMU bedeutet das ein lineares Pro-Screen-Abo ohne versteckte Gebühren. Vermeintliche Mengenrabatte lohnen sich erst bei vielen Bildschirmen – und auch dann nur ohne hohe Einstiegshürden. Eine konkrete Kostenübersicht bietet unser Kostenratgeber, den Gesamtüberblick die Übersichtsseite zu Digital Signage.